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Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement


International + Schweiz, Schwyz
ClimatePartner ID: 1006
Verbesserte WaldbewirtschaftungEinblicke ins Projekt

Wälder spielen eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Rund 15 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen entstehen durch Abholzung. Die Oberallmeind-korporation (OAK) Schwyz schützt rund 7.400 Hektar Wald durch nachhaltige Bewirtschaftung nach FSC-Richtlinien. Das bedeutet: keine Kahlschläge, selektive Einzelbaumentnahme und der Verzicht auf gefährliche Chemikalien. Zugleich fördert die OAK die Naturverjüngung, indem sie kleinflächig auflichtet, Einzelbäume entnimmt und gegebenenfalls mit einheimischen Arten nachpflanzt; die Holzernte erfolgt bodenschonend. So bildet sich die nächste Waldgeneration überwiegend aus standortgerechten, heimischen Baumarten. Der Holzvorrat wird über 30 Jahre erhöht, sodass der Wald als CO₂-Senke, Lebens- und Erholungsraum erhalten bleibt.

Die Naturschutzinitiative ist Teil eines Kombiprojekts.

Unternehmen, die in dieses Projekt investieren, unterstützen neben der optimierten Waldbewirtschaftung in der Schweiz ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt - und leisten so doppelten Mehrwert. Pro Tonne CO2, die durch den Beitrag über ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt eingespart wird, wird eine weitere Tonne CO2 durch den Waldschutz in der Schweiz reduziert.

Derzeit wird das Projekt in der Schweiz mit einem zertifizierten Klimaschutzprojekt zur Abwärmerückgewinnung in Pakistan kombiniert (climatepartner.com/1428). In einer Zementfabrik in Punjab installiert das Projekt drei Dampferzeuger, die Abwärme nutzbar machen. Statt ungenutzt in die Atmosphäre zu entweichen, wird die Wärme in Strom umgewandelt und direkt wieder in der Zementproduktion eingesetzt.

Bisher kombinierte Klimaschutzprojekte:

Verbesserte Waldbewirtschaftung für Klimaschutz und Artenvielfalt 

Wälder verfügen über Superkräfte: sie verhindern Wüstenbildung, reinigen Wasser und Luft, speichern Kohlenstoff und sind wichtiger Lebensraum für fast 50 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Wälder spielen außerdem eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel. Etwa 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen entstehen durch Abholzung. Der Schutz von Wäldern gehört daher zu den kosteneffizientesten Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise. 

Verbesserte Waldbewirtschaftung, (eng.: Improved Forest Management, IFM) zielt darauf ab, die Kohlenstoff-Speicherkapazität des Waldes zu erhöhen, ihn langfristig zu erhalten und Treibhausgasemissionen durch Abholzung zu reduzieren.

Dafür kommen je nach Projekt verschiedene Waldbewirtschaftungsmaßnahmen zum Einsatz: 

  • Verlängerung der Umtriebszeit: Längere Zeiträume zwischen den Holzerntezyklen führen zu mehr Biomasse, wodurch die Bäume mehr Kohlenstoff speichern. 

  • Reduzierte Holzentnahme: Die schonende Entnahme einzelner Bäume bewahrt die Waldstruktur und fördert die natürliche Regeneration. 

  • Es wird weniger Holz genutzt, als nachwächst. Dadurch nimmt die Biomasse im Wald kontinuierlich zu.

  • Waldreservate: In Naturwaldreservaten wird auf einer festgelegten Fläche vollständig auf Holznutzung verzichtet. Dies führt zu einer signifikanten Zunahme der Biomasse und fördert eine hohe Artenvielfalt.

Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.

Projektfakten

Klimaschutzprojekte lassen sich in drei Gruppen einteilen: CO2-Reduktion, CO2-Bindung und CO2-Vermeidung. Projekte zur CO2-Reduktion verringern die Menge an Treibhausgasemissionen, die durch eine bestimmte Aktivität entstehen. Ein Beispiel hierfür sind effiziente Kochöfen-Projekte. Projekte zur CO2-Bindung entfernen Emissionen aus der Atmosphäre, indem sie diese in Kohlenstoffsenken binden. Ein Beispiel hierfür sind Aufforstungsprojekte. Projekte zur CO2-Vermeidung verhindern, dass Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen, zum Beispiel durch den Schutz der Wälder vor Abholzung (REDD+ Projekte).

Grundlage aller Klimaschutzprojekte sind internationale Standards. Diese Standards legen Regeln und Anforderungen fest, die alle Klimaschutzprojekte erfüllen müssen, um die Reduktion von CO2-Emissionen nachzuweisen und selbige anerkannt zu bekommen.

Klimaschutzprojekte reduzieren oder vermeiden nachweislich Treibhausgasemissionen. Das gelingt mit verschiedenen Technologien: Sie reichen von naturbasierten Lösungen über Social-Impact-Projekte bis hin zu erneuerbaren Energien.

Was ist ein Kombiprojekt?

Mit Kombiprojekten verbindet ClimatePartner internationale, zertifizierte Klimaschutzprojekte mit einem zusätzlichen Engagement für Naturschutzprojekte.

Zertifiziertes Klimaschutzprojekt
Naturschutzprojekt
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