Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement
Was heute wie ein Wald aussieht, war früher ein lebendiges Feuchtgebiet – Heimat seltener Arten, natürlicher Wasserspeicher und Erholungsraum für die lokale Bevölkerung. Doch jahrzehntelange forstwirtschaftliche Nutzung hat diesen Lebensraum stark verändert: In der Nähe von Düsseldorf wurden in der Vergangenheit natürliche Feuchtgebiete durch schnell wachsende Baumplantagen ersetzt. Heute dominieren Pappeln das Gebiet – eine Baumart, die für die dauerhaft feuchten Böden ungeeignet ist. Krankheiten, verschwindende Feuchtflächen und ein Rückgang der Artenvielfalt sind die Folge.
Das Projekt stellt das ökologische Gleichgewicht wieder her. Auf rund 52.000 Quadratmetern – einer ehemaligen Pappelplantage, durchzogen von zwei Bächen und geprägt von nassen Senken – werden standortfremde Bäume entfernt. Stattdessen werden heimische Baumarten wie Erle und Weide gezielt gefördert und gepflegt. Zusätzlich wird Totholz gezielt belassen, was vielen Arten als Lebensraum dient. In Senken entstehen kleine Sümpfe und nasse Lichtungen, die die Strukturvielfalt erhöhen.
So entwickelt sich die Fläche Schritt für Schritt zurück in ein artenreiches, naturnahes Sumpfwald-Ökosystem. Sumpfwälder erfüllen wichtige Funktionen: Sie reinigen Wasser und Luft, speichern große Mengen Wasser – was sie besonders wertvoll im Klimawandel macht – und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, darunter Libellen, Schmetterlingen und Zugvögeln, einen wichtigen Lebensraum. Darüber hinaus ist das Gebiet durch seine Nähe zur Metropolregion ein wertvoller Ort der Naherholung.
Die Naturschutzinitiative ist Teil eines Kombiprojekts
Unternehmen, die in dieses Projekt investieren, unterstützen sowohl eine regionale Naturschutzmaßnahme als auch ein zertifiziertes internationales Klimaschutzprojekt – und erzielen so doppelte Wirkung. Für jede Tonne CO₂, die durch durch das zertifizierte Klimaschutzprojekt nachweislich eingespart wird, fließt ein Förderbeitrag in das Naturschutzprojekt in Düsseldorf.
Aktuell wird die regionale Initiative mit einem zertifizierten Biogasprojekt in Indien (climatepartner.com/1359) kombiniert. Im Rahmen dieses Klimaschutzprojekts im Bundesstaat Punjab werden rund 7.200 Biogasanlagen installiert, die die angeschlossenen Haushalte mit Energie zum Kochen und Heizen versorgen.

Wie trägt die Renaturierung von Sumpfwäldern zum regionalen Natur- und Klimaschutz bei?
Ein Sumpfwald ist ein Waldökosystem, dessen Böden dauerhaft oder periodisch unter Wasser stehen. Der hohe Wasserstand prägt das Pflanzenwachstum und schafft besondere Lebensbedingungen, die einer Vielzahl an spezialisierten Tier- und Pflanzenarten zugutekommen – darunter viele gefährdete Amphibien, Libellen, Wasservögel sowie seltene Moose und Farne. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Wasserschutz: Ihre nassen Böden binden große Mengen Kohlenstoff, tragen zur Kühlung des Mikroklimas bei und wirken wie natürliche Wasserspeicher in der Landschaft.
Ökologisch zählen Sumpfwälder zu den artenreichsten, aber auch am stärksten bedrohten Lebensräumen Mitteleuropas. Jahrzehntelange Entwässerung, Flussbegradigungen, intensive land- und forstwirtschaftliche Nutzung sowie Aufforstung mit standortfremden Baumarten haben viele dieser Ökosysteme stark geschädigt oder vollständig zerstört.
Ziel von Renaturierungsmaßnahmen ist die ökologische Aufwertung degradierter Sumpfwälder und die Wiederherstellung naturnaher Vegetations- und Wasserverhältnisse. Dafür werden standortfremde Gehölze entfernt, Totholz gezielt belassen und heimische Baumarten wie Erle oder Weide gefördert.
Die Renaturierung von Sumpfwäldern stabilisiert das Mikroklima, verbessert den Wasserhaushalt und schafft wertvolle Lebensräume für bedrohte Arten. Sie ist ein wirksames Instrument für Biodiversitäts- und Klimaschutz – heute und für kommende Generationen.
Was ist ein Kombiprojekt?
Mit Kombiprojekten verbindet ClimatePartner internationale, zertifizierte Klimaschutzprojekte mit einem zusätzlichen Engagement für Naturschutzprojekte.
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