Klimaschutz-Portfolio “Global Impact”: diversifiziert, verifiziert
Net Zero bis 2050 ist das Ziel vieler Unternehmen und ein langer Weg. Auf diesem Weg werden Unternehmen weiterhin Treibhausgase ausstoßen, auch wenn sie ihre Emissionen so schnell wie möglich reduzieren. Klimaschutzprojekte schließen diese Lücke.
Dabei handelt es sich um zertifizierte Projekte, die zum Beispiel effiziente Kochmethoden, Waldschutz und regenerative Landwirtschaft vorantreiben und so CO₂ reduzieren, vermeiden oder entfernen. Durch die Unterstützung dieser Projekte übernehmen Unternehmen Verantwortung für Emissionen, die sie noch nicht vermeiden können.
Das Klimaschutz-Portfolio "Global Impact" bündelt zwölf sorgfältig ausgewählte Klimaschutzprojekte aus zehn Technologien und fünf Kontinenten. Ähnlich einem ETF ermöglicht das Portfolio einen diversifizierten, risikooptimierten Beitrag zum globalen Klimaschutz: mit 65 % CO2-Reduktions-, 20 % CO2-Vermeidungs- und 15 % CO2-Bindungsprojekten.
Alle Projekte durchlaufen ClimatePartners mehrstufiges Project Integrity Screening. Portfolio-Projekte, die extern von Ratingagenturen wie BeZero Carbon, Sylvera und MSCI bewertet wurden, haben eine Bewertung von BB oder besser.
Das Portfolio unterstützt alle 17 UN-Nachhaltigkeitsziele und geht damit weit über den reinen Klimaschutz hinaus: Die ausgewählten Projekte verbessern die Gesundheitsbedingungen, schützen den Lebensraum bedrohter Tierarten, schaffen Arbeitsplätze, stärken die lokale Infrastruktur und fördern eine nachhaltige Entwicklung dort, wo die Auswirkungen des Klimawandels besonders stark zu spüren sind.
Das Portfolio setzt sich aus zwölf Projekten zusammen:
CO2-Reduktion (Social Impact):
CO2-Reduktion (Industriegase):
CO2-Vermeidung
CO2-Bindung


Diversifikation im Klimaschutz – warum das sinnvoll ist
Die Klimakrise lässt sich nicht mit einer einzigen Technologie lösen. Klimaschutzprojekte nutzen unterschiedliche Ansätze: Sie senken Treibhausgasemissionen (CO₂-Reduktion), entfernen CO₂ aus der Atmosphäre (CO₂-Bindung) oder verhindern, dass Emissionen in die Atmosphäre gelangen (CO₂-Vermeidung). Von effizienten Kochöfen über Biokohle bis zum Waldschutz – all diese Technologien werden unter dem Begriff Climate Tech zusammengefasst.
Ein ausgewogenes Portfolio aus verschiedenen Climate-Tech-Kategorien maximiert die Wirkung, reduziert Risiken und legt die Grundlage für eine glaubwürdige Klimaschutzstrategie. Das Klimaschutz-Portfolio “Global Impact” funktioniert somit ähnlich wie ein ETF im Finanzbereich, der das Risiko auf viele Werte verteilt.
Orientierung durch die SBTi
Die SBTi gibt eine klare Richtung vor: Emissionsreduktion innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette ist der wichtigste Hebel – doch sie allein reicht nicht aus. Die Welt steuert trotz bestehender Klimaziele auf eine Erwärmung von 2,3–2,5 °C zu. Deshalb empfiehlt die SBTi, parallel zur Reduktion auch Verantwortung für fortlaufende Emissionen zu übernehmen: durch die Finanzierung von Klimaschutzprojekten mit hoher Klimawirkung und sozialem Zusatznutzen, insbesondere in Regionen, die besonders stark vom Klimawandel betroffen sind. Ab 2035 liegt der Schwerpunkt stärker auf Klimaschutzprojekten, die CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen (CO2-Bindung).
Das Klimaschutz-Portfolio “Global Impact” ist genau auf diesen Rahmen ausgerichtet: mit einem soliden Kern an Reduktionsprojekten, einem Teil an Vermeidungsprojekten, einem wachsenden Anteil an CO2-Bindungsprojekten und einer breiten regionalen Streuung.
Alle Projekte in diesem Portfolio sind bei internationalen Standards registriert.
Vier Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte
Lebenszyklus eines Klimaschutzprojekts
Ein Klimaschutzprojekt hat einen definierten Lebenszyklus und durchläuft verschiedene Stationen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen.Der bzw. die Projektentwickler:in überprüft die generelle Machbarkeit des Projekts, das Projekt-Design und die Finanzierung. Anschließend wird das sogenannte Project Design Document (PDD) erstellt, das alle grundsätzlichen Informationen zum Projekt, beispielsweise das Projektziel, den Standort, wann das Projekt implementiert werden soll und die Projektlaufzeit enthält.
Im nächsten Schritt überprüfen unabhängige Auditoren das PDD und die darin enthaltenen Informationen. Dazu gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen. TÜV Nord/Süd, S&A Carbon LLC., und SCS Global Services sind Beispiele für VVBs.
Nach der erfolgreichen Validierung kann das Projekt beim Standard, wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard, registriert werden. Alle qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekte beruhen auf internationalen Standards. Sie bilden den Rahmen für das Projekt-Design, den Projektaufbau, die Berechnung der Emissionen und das Monitoring. Anerkannte Standards machen Markt und die Projekte selbst widerstandsfähig, nachvollziehbar und glaubwürdig.
Nachdem das Projekt registriert wurde, beginnt die erste Monitoring-Phase. Hier überwachen und dokumentieren die Projektentwickler die Daten der Projektaktivitäten und des Projektfortschritts. Die Dauer der Monitoring-Phase ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich, sie kann zwei Jahre umfassen, aber auch eine Dokumentation über fünf oder sieben Jahre sind möglich.
Nach Abschluss jeder Monitoring-Phase überprüft und beurteilt eine Validierungs- und Verifizierungsstelle, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.
Die in der Verifizierung überprüften Emissionsreduktionen können nach der erfolgreichen Verifizierung ex-post als verifizierte Emissionsreduktionen ausgegeben werden. Die Schritte Monitoring, Verifizierung und Ausgabe von verifizierten Emissionsreduktionen wiederholen sich in periodischen Abständen und sind als Kreislauf zu betrachten.
Wenn eine verifizierte Emissionsreduktion verwendet wird, muss sie stillgelegt werden. Dieser Vorgang wird ebenfalls in Registern gespeichert. Findet die Finanzierung eines Klimaschutzprojektes über ClimatePartner statt, sammelt ClimatePartner die verifizierten Emissionsreduktionen in einem durch den TÜV Austria geprüften System und legt sie regelmäßig still. So wird sichergestellt, dass jede verifizierte Emissionsreduktion nur einmal verwendet wird. Ein Verkauf danach ist nicht mehr möglich und eine Doppelzählung ist damit ausgeschlossen.
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