ClimatePartner logo

Indonesiens Potenzial für Erdwärme nutzen


Indonesien, Gunung Salak
ClimatePartner ID: 1177
GeothermieEinblicke ins Projekt

Dank des Projekts wird die Kapazität eines Geothermiekraftwerks um 15 MW erweitert. Vorhandene Erdwärme erhitzt Wasser, welches durch Rohre transportiert und erhitzt wird. Der entstehende Dampf treibt Turbinen an, die Strom erzeugen. Vor dem Projekt waren drei Turbinen mit je 55 MW im Einsatz. Durch technische Modifikationen wurde die Leistung auf nun je 60 MW gesteigert. Die zusätzliche produzierte Menge Strom beträgt jährlich fast 214 GWh, eingespeist wird diese in das regionale Stromnetz (JAMALI grid). Der Dampf zum Antrieb der Turbinen stammt aus den Geothermie-Feldern in Gunung Salak. Indonesien befindet sich in einem Erdteil, der eine hohe Dichte an Vulkanen aufweist.

Durch die Lage im „Feuerring“ eignet sich die Region ideal dafür, in der Erde gespeicherte, nicht-fossile Energie in Form von Wärme für die Stromproduktion zu nutzen. Dennoch ist das Potential indonesischer Geothermie bislang nicht ausreichend genutzt. Effizienzverbesserungen bestehender Anlagen sind teuer und werden nur selten realisiert. Das Projekt erhöht den aktuell noch relativ geringen Anteil von Geothermie am nationalen Strommix.

Wie funktioniert Klimaschutz mit Geothermie?

Geothermiekraftwerke erzeugen emissionsfreie Energie aus Erdwärme. Zunächst wird Wasser mit Hilfe der Erdwärme erhitzt, der entstehende Wasserdampf treibt dann zum Beispiel Turbinen an. Der Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung ist essenziell, um die globale Erwärmung aufzuhalten und langfristig die Energieversorgung zu sichern. Die Menge der eingesparten Emissionen in einem Geothermieprojekt wird anhand der so genannten Baseline-Methode berechnet: Wie viel CO2 würde die gleiche Menge Energie aus fossilen Brennstoffen verursachen? Die Geothermie-Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards registriert.

Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.

Hochwertige Bildung
Geschlechtergleichheit
Bezahlbare und Saubere Energie
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Maßnahmen zum Klimaschutz
Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.
Projektfakten

Klimaschutzprojekte lassen sich in drei Gruppen einteilen: CO2-Reduktion, CO2-Bindung und CO2-Vermeidung. Projekte zur CO2-Reduktion verringern die Menge an Treibhausgasemissionen, die durch eine bestimmte Aktivität entstehen. Ein Beispiel hierfür sind effiziente Kochöfen-Projekte. Projekte zur CO2-Bindung entfernen Emissionen aus der Atmosphäre, indem sie diese in Kohlenstoffsenken binden. Ein Beispiel hierfür sind Aufforstungsprojekte. Projekte zur CO2-Vermeidung verhindern, dass Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen, zum Beispiel durch den Schutz der Wälder vor Abholzung (REDD+ Projekte).

Grundlage aller Klimaschutzprojekte sind internationale Standards. Diese Standards legen Regeln und Anforderungen fest, die alle Klimaschutzprojekte erfüllen müssen, um die Reduktion von CO2-Emissionen nachzuweisen und selbige anerkannt zu bekommen.

Klimaschutzprojekte reduzieren oder vermeiden nachweislich Treibhausgasemissionen. Das gelingt mit verschiedenen Technologien: Sie reichen von naturbasierten Lösungen über Social-Impact-Projekte bis hin zu erneuerbaren Energien.

Klimaschutzprojekte durchlaufen eine Validierung und Überprüfung durch Dritte. Die Verifizierung erfolgt regelmäßig nach jeder Monitoringperiode. Eine Validierungs- und Verifizierungsstelle beurteilt, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind und verifiziert diese. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.

Diese Zahl zeigt die voraussichtlichen jährlichen Emissionsreduktionen, die vor Projektbeginn berechnet wurden. Die tatsächliche Zahl der eingesparten Emissionen in den einzelnen Monitoringperioden kann davon abweichen. Zum Hintergrund: Um ein Klimaschutzprojekt zu registrieren, muss der Projektbetreiber die Berechnung der voraussichtlichen Emissionsreduktionen nach der Ex-ante-Methode in einem Projektplanungsdokument (PDD) vorlegen, das einem Geschäftsplan ähnelt. Diese Berechnung wird von einem unabhängigen Auditor validiert. Die im PDD ermittelten Werte werden während regelmäßiger Monitoringperioden auf der Grundlage der tatsächlichen Projektentwicklungen neu berechnet, in einem Monitoringbericht dokumentiert und am Ende des Monitoringzeitraums erneut von unabhängigen Prüfern verifiziert. So wird ein solides Verfahren gewährleistet. Die unabhängige Verifizierung bietet somit eine Ex-post-Überprüfung der tatsächlichen Emissionsreduktionen. Die verifizierten Emissionsreduktionen werden erst dann ausgegeben, wenn die Einsparungen tatsächlich erzielt worden sind.
ClimatePartner logo© 2026 ClimatePartner GmbH
Folgen Sie uns
InstagramNewsletterLinkedin