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Klimaschutz durch Microenergy Credits


Indien, Landesweit
ClimatePartner ID: 1380
Social ImpactEinblicke ins Projekt

In vielen Regionen in Indien haben Menschen keinen Zugang zu sauberer Energie. Deshalb müssen sie auf Produkte zurückgreifen, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt haben: Gekocht wird über offenem Feuer, wodurch starker Rauch in den Innenräumen entsteht. Licht spenden Öllampen, deren offene Flammen das Risiko für Brände und Verletzungen erhöhen. Zudem erfordern sie einen hohen Einsatz an Brennstoffen wie Feuerholz, die CO2-Emissionen freisetzen.

Mit unserem Projekt wirken wir diesen Problematiken entgegen und stärken gleichzeitig lokales Unternehmertum: Durch die Vergabe von Mikroenergiekrediten an Haushalte, Familien und kleine Unternehmen können energieeffiziente Produkte wie Kochöfen und Solarleuchten zu einem erschwinglichen Preis erwerben. Dabei legt das Projekt besonderen Wert auf Frauenförderung: Durch Startkapital und Schulungen können sie mithilfe des Projekts ihren Lebensunterhalt bestreiten. Haushalte können sich wiederum saubere Kochöfen und Solarleuchten leisten. Und auch das Klima profitiert durch die nachweislichen CO2-Einsparungen.

Gold Standard
Projektstandard
Das Projekt trägt zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bei
"Bei meinem Projektbesuch in Indien haben mich die Kleinstunternehmerinnen extrem beeindruckt. Trotz der widrigen Bedingungen meistern sie ihren Alltag und setzen ihre eigenen Geschäftsideen um. Unser Projekt unterstützt sie dabei mit Mikrokrediten für effiziente Kochöfen und Solarleuchten. Ich bin stolz auf die enge Kooperation mit dem Projektentwickler MicroEnergy Credits. Gemeinsam konnten wir so viele Frauen befähigen, die Energiewende in Indien voranzutreiben und ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten."
Sascha LafeldChief Carbon Officer & Member of the Executive Committee
Wie funktioniert Klimaschutz mit Social Impact Projekten?

Social Impact Projekte umfassen eine oder mehrere Technologien, die neben dem Klimaschutz einen direkten sozialen Mehrwert schaffen, wie beispielsweise effiziente Kochöfen, Trinkwasseraufbereitung oder solarbetriebene Lichtquellen:

Effiziente Kochöfen nutzen die zugeführte Energie besser und reduzieren den Rauch, der beim Kochen über offenem Feuer entsteht. Eine ähnliche Problematik besteht, wenn Haushalte keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, da das Wasser zuerst auf offenem Feuer abgekocht werden muss, bevor es bedenkenlos verwendet werden kann. Abhilfe schaffen hier die Bereitstellung von Hilfsmitteln zur Trinkwasseraufbereitung, beispielsweise Filter, oder der Zugang zu Grundwasser aus Brunnen. Darüber hinaus tragen Solarleuchten zur Beleuchtung der Räume bei und ersetzen teure Kerosinlampen, die eine häufige Ursache für Brandunfälle sind. Die Social-Impact-Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards

Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.

Keine Armut
Gesundheit und Wohlergehen
Geschlechtergleichheit
Bezahlbare und Saubere Energie
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Nachhaltige/r Konsum und Produktion
Maßnahmen zum Klimaschutz
Leben an Land
Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.
Projektfakten

Klimaschutzprojekte lassen sich in drei Gruppen einteilen: CO2-Reduktion, CO2-Bindung und CO2-Vermeidung. Projekte zur CO2-Reduktion verringern die Menge an Treibhausgasemissionen, die durch eine bestimmte Aktivität entstehen. Ein Beispiel hierfür sind effiziente Kochöfen-Projekte. Projekte zur CO2-Bindung entfernen Emissionen aus der Atmosphäre, indem sie diese in Kohlenstoffsenken binden. Ein Beispiel hierfür sind Aufforstungsprojekte. Projekte zur CO2-Vermeidung verhindern, dass Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen, zum Beispiel durch den Schutz der Wälder vor Abholzung (REDD+ Projekte).

Grundlage aller Klimaschutzprojekte sind internationale Standards. Diese Standards legen Regeln und Anforderungen fest, die alle Klimaschutzprojekte erfüllen müssen, um die Reduktion von CO2-Emissionen nachzuweisen und selbige anerkannt zu bekommen.

Klimaschutzprojekte reduzieren oder vermeiden nachweislich Treibhausgasemissionen. Das gelingt mit verschiedenen Technologien: Sie reichen von naturbasierten Lösungen über Social-Impact-Projekte bis hin zu erneuerbaren Energien.

Klimaschutzprojekte durchlaufen eine Validierung und Überprüfung durch Dritte. Die Verifizierung erfolgt regelmäßig nach jeder Monitoringperiode. Eine Validierungs- und Verifizierungsstelle beurteilt, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind und verifiziert diese. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.

Klimaschutzprojekte durchlaufen eine Validierung und Verifizierung durch unabhängige Dritte. Die Validierung erfolgt zu einem frühen Zeitpunkt im Projektlebenszyklus und stellt sicher, dass der Projektentwurf mit den aktuellen Verfahren und Anforderungen übereinstimmt. Zur Validierung gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen.

Vier Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte

01. ZusätzlichkeitEin Projekt muss zu geringeren CO2-Emissionen führen, als es ohne Projekt der Fall wäre. Zusätzlichkeit heißt auch: Ein Projekt benötigt die zusätzliche Finanzierung aus dem Verkauf von Emissionsreduktionen. Andernfalls wäre das Projekt finanziell nicht tragbar und das Risiko der Vorab-Investition für Projektentwickler zu hoch.
02. Ausschluss von DoppelzählungenDie CO2-Einsparung darf nur einmal gewertet und nicht an einer anderen Stelle nochmal angerechnet werden. Daher wird eine verifizierte Emissionsreduktion stillgelegt, wenn sie angerechnet wurde. Dieser Vorgang wird in den offiziellen Registern gespeichert.
03. DauerhaftigkeitMit dem Kriterium der Dauerhaftigkeit wird sichergestellt, dass CO2-Reduktionen nicht einmalig, sondern über einen längeren Zeitraum erfolgen, um einen langfristigen Nutzen für das Klima sicherzustellen. Die Mindestdauer eines Projekts ist von der zugrunde liegenden Projekttechnologie abhängig.
04. Regelmäßige Überprüfung durch unabhängige DritteKlimaschutzprojekte müssen durch unabhängige Auditoren, wie zum Beispiel den TÜV Nord, regelmäßig überprüft werden. Diese Auditoren überwachen die Einhaltung der jeweiligen Standards und stellen rückwirkend die tatsächlich eingesparte CO2-Menge fest.

Lebenszyklus eines Klimaschutzprojekts

Ein Klimaschutzprojekt hat einen definierten Lebenszyklus und durchläuft verschiedene Stationen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen.
Projektplanungsphase

Der bzw. die Projektentwickler:in überprüft die generelle Machbarkeit des Projekts, das Projekt-Design und die Finanzierung. Anschließend wird das sogenannte Project Design Document (PDD) erstellt, das alle grundsätzlichen Informationen zum Projekt, beispielsweise das Projektziel, den Standort, wann das Projekt implementiert werden soll und die Projektlaufzeit enthält.

Validierung

Im nächsten Schritt überprüfen unabhängige Auditoren das PDD und die darin enthaltenen Informationen. Dazu gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen. TÜV Nord/Süd, S&A Carbon LLC., und SCS Global Services sind Beispiele für VVBs.

Registrierung

Nach der erfolgreichen Validierung kann das Projekt beim Standard, wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard, registriert werden. Alle qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekte beruhen auf internationalen Standards. Sie bilden den Rahmen für das Projekt-Design, den Projektaufbau, die Berechnung der Emissionen und das Monitoring. Anerkannte Standards machen Markt und die Projekte selbst widerstandsfähig, nachvollziehbar und glaubwürdig.

Monitoring

Nachdem das Projekt registriert wurde, beginnt die erste Monitoring-Phase. Hier überwachen und dokumentieren die Projektentwickler die Daten der Projektaktivitäten und des Projektfortschritts. Die Dauer der Monitoring-Phase ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich, sie kann zwei Jahre umfassen, aber auch eine Dokumentation über fünf oder sieben Jahre sind möglich.

Verifizierung

Nach Abschluss jeder Monitoring-Phase überprüft und beurteilt eine Validierungs- und Verifizierungsstelle, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.

Ausgabe von verifizierte Emissionsreduktionen

Die in der Verifizierung überprüften Emissionsreduktionen können nach der erfolgreichen Verifizierung ex-post als verifizierte Emissionsreduktionen ausgegeben werden. Die Schritte Monitoring, Verifizierung und Ausgabe von verifizierten Emissionsreduktionen wiederholen sich in periodischen Abständen und sind als Kreislauf zu betrachten.

Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen

Wenn eine verifizierte Emissionsreduktion verwendet wird, muss sie stillgelegt werden. Dieser Vorgang wird ebenfalls in Registern gespeichert. Findet die Finanzierung eines Klimaschutzprojektes über ClimatePartner statt, sammelt ClimatePartner die verifizierten Emissionsreduktionen in einem durch den TÜV Austria geprüften System und legt sie regelmäßig still. So wird sichergestellt, dass jede verifizierte Emissionsreduktion nur einmal verwendet wird. Ein Verkauf danach ist nicht mehr möglich und eine Doppelzählung ist damit ausgeschlossen.

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