Microenergy Credits für Gesundheit und Klima
In vielen Regionen in Indien haben Menschen keinen Zugang zu sauberer Energie. Deshalb müssen sie auf Produkte zurückgreifen, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt haben: Gekocht wird über offenem Feuer, wodurch starker Rauch in den Innenräumen entsteht. Auch das Wasser muss zunächst abgekocht werden. Licht spenden Öllampen, deren offene Flammen das Risiko für Brände und Verletzungen erhöhen. Zudem erfordern sie einen hohen Einsatz an Brennstoffen wie Feuerholz, die CO2-Emissionen freisetzen.
Mit unserem Projekt wirken wir diesen Problematiken entgegen und stärken gleichzeitig lokales Unternehmertum: Durch die Vergabe von Mikroenergiekrediten können regionale Geschäftstreibende energieeffiziente Produkte zu einem erschwinglichen Preis anbieten. Dabei legt das Projekt besonderen Wert auf Frauenförderung: Durch Startkapital und Schulungen können sie mithilfe des Projekts ihren Lebensunterhalt bestreiten. Haushalte können sich wiederum Wasserfilter und Solarleuchten leisten. Und auch das Klima profitiert durch die nachweislichen CO2-Einsparungen.

Social Impact Projekte umfassen eine oder mehrere Technologien, die neben dem Klimaschutz einen direkten sozialen Mehrwert schaffen, wie beispielsweise effiziente Kochöfen, Trinkwasseraufbereitung oder solarbetriebene Lichtquellen:
Effiziente Kochöfen nutzen die zugeführte Energie besser und reduzieren den Rauch, der beim Kochen über offenem Feuer entsteht. Eine ähnliche Problematik besteht, wenn Haushalte keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, da das Wasser zuerst auf offenem Feuer abgekocht werden muss, bevor es bedenkenlos verwendet werden kann. Abhilfe schaffen hier die Bereitstellung von Hilfsmitteln zur Trinkwasseraufbereitung, beispielsweise Filter, oder der Zugang zu Grundwasser aus Brunnen. Darüber hinaus tragen Solarleuchten zur Beleuchtung der Räume bei und ersetzen teure Kerosinlampen, die eine häufige Ursache für Brandunfälle sind. Die Social-Impact-Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards
Vier Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte
Lebenszyklus eines Klimaschutzprojekts
Ein Klimaschutzprojekt hat einen definierten Lebenszyklus und durchläuft verschiedene Stationen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen.Der bzw. die Projektentwickler:in überprüft die generelle Machbarkeit des Projekts, das Projekt-Design und die Finanzierung. Anschließend wird das sogenannte Project Design Document (PDD) erstellt, das alle grundsätzlichen Informationen zum Projekt, beispielsweise das Projektziel, den Standort, wann das Projekt implementiert werden soll und die Projektlaufzeit enthält.
Im nächsten Schritt überprüfen unabhängige Auditoren das PDD und die darin enthaltenen Informationen. Dazu gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen. TÜV Nord/Süd, S&A Carbon LLC., und SCS Global Services sind Beispiele für VVBs.
Nach der erfolgreichen Validierung kann das Projekt beim Standard, wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard, registriert werden. Alle qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekte beruhen auf internationalen Standards. Sie bilden den Rahmen für das Projekt-Design, den Projektaufbau, die Berechnung der Emissionen und das Monitoring. Anerkannte Standards machen Markt und die Projekte selbst widerstandsfähig, nachvollziehbar und glaubwürdig.
Nachdem das Projekt registriert wurde, beginnt die erste Monitoring-Phase. Hier überwachen und dokumentieren die Projektentwickler die Daten der Projektaktivitäten und des Projektfortschritts. Die Dauer der Monitoring-Phase ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich, sie kann zwei Jahre umfassen, aber auch eine Dokumentation über fünf oder sieben Jahre sind möglich.
Nach Abschluss jeder Monitoring-Phase überprüft und beurteilt eine Validierungs- und Verifizierungsstelle, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.
Die in der Verifizierung überprüften Emissionsreduktionen können nach der erfolgreichen Verifizierung ex-post als verifizierte Emissionsreduktionen ausgegeben werden. Die Schritte Monitoring, Verifizierung und Ausgabe von verifizierten Emissionsreduktionen wiederholen sich in periodischen Abständen und sind als Kreislauf zu betrachten.
Wenn eine verifizierte Emissionsreduktion verwendet wird, muss sie stillgelegt werden. Dieser Vorgang wird ebenfalls in Registern gespeichert. Findet die Finanzierung eines Klimaschutzprojektes über ClimatePartner statt, sammelt ClimatePartner die verifizierten Emissionsreduktionen in einem durch den TÜV Austria geprüften System und legt sie regelmäßig still. So wird sichergestellt, dass jede verifizierte Emissionsreduktion nur einmal verwendet wird. Ein Verkauf danach ist nicht mehr möglich und eine Doppelzählung ist damit ausgeschlossen.
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