Förderung einer nachhaltigen Energieerzeugung in Afrika
Bis 2050 werden in Afrika zwei Milliarden Menschen leben. Nicht nur in der Zukunft, sondern schon heute ist es entscheidend, ihren Energiebedarf aus nachhaltigen Quellen zu decken. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, das enorme Potenzial des Kontinents für die Erzeugung erneuerbarer Energien zu nutzen.
Dies geschieht beispielsweise in der Gegend um Lüderitz im Südwesten Namibias: Drei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von sechs Megawatt erzeugen grünen Strom, der in das namibische Stromnetz eingespeist wird. Um auch die Gemeinde Lüderitz direkt mit Strom zu versorgen, werden zwei weitere Windkraftanlagen installiert. Das Projekt verringert die Abhängigkeit von Energie aus fossilen Brennstoffen und vermeidet jährlich etwa 32.460 Tonnen CO2-Emissionen.

Das Portfolio umfasst Projekte die anhand verschiedener Technologien nachweislich CO2-Emissionen einsparen. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen zur Energieeffizienz oder der Ausbau erneuerbarer Energien. Die Einnahmen aus dem Verkauf nachweislicher CO2-Einsparungen sind notwendig um die Klimaschutzprojekte in wirtschaftlich schwachen Regionen umsetzen zu können.
Neben der Reduzierung von Treibhausgasen schaffen die Projektaktivitäten zusätzliche Vorteile für Umwelt und Menschen vor Ort. Ausführliche Beschreibungen der Projekte und Methoden zur Emissionseinsparung sind unter den jeweiligen Projektlinks zu finden. Die Portfolio-Projekte sind bei internationalen Standards registriert.
Vier Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte
Lebenszyklus eines Klimaschutzprojekts
Ein Klimaschutzprojekt hat einen definierten Lebenszyklus und durchläuft verschiedene Stationen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen.Der bzw. die Projektentwickler:in überprüft die generelle Machbarkeit des Projekts, das Projekt-Design und die Finanzierung. Anschließend wird das sogenannte Project Design Document (PDD) erstellt, das alle grundsätzlichen Informationen zum Projekt, beispielsweise das Projektziel, den Standort, wann das Projekt implementiert werden soll und die Projektlaufzeit enthält.
Im nächsten Schritt überprüfen unabhängige Auditoren das PDD und die darin enthaltenen Informationen. Dazu gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen. TÜV Nord/Süd, S&A Carbon LLC., und SCS Global Services sind Beispiele für VVBs.
Nach der erfolgreichen Validierung kann das Projekt beim Standard, wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard, registriert werden. Alle qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekte beruhen auf internationalen Standards. Sie bilden den Rahmen für das Projekt-Design, den Projektaufbau, die Berechnung der Emissionen und das Monitoring. Anerkannte Standards machen Markt und die Projekte selbst widerstandsfähig, nachvollziehbar und glaubwürdig.
Nachdem das Projekt registriert wurde, beginnt die erste Monitoring-Phase. Hier überwachen und dokumentieren die Projektentwickler die Daten der Projektaktivitäten und des Projektfortschritts. Die Dauer der Monitoring-Phase ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich, sie kann zwei Jahre umfassen, aber auch eine Dokumentation über fünf oder sieben Jahre sind möglich.
Nach Abschluss jeder Monitoring-Phase überprüft und beurteilt eine Validierungs- und Verifizierungsstelle, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.
Die in der Verifizierung überprüften Emissionsreduktionen können nach der erfolgreichen Verifizierung ex-post als verifizierte Emissionsreduktionen ausgegeben werden. Die Schritte Monitoring, Verifizierung und Ausgabe von verifizierten Emissionsreduktionen wiederholen sich in periodischen Abständen und sind als Kreislauf zu betrachten.
Wenn eine verifizierte Emissionsreduktion verwendet wird, muss sie stillgelegt werden. Dieser Vorgang wird ebenfalls in Registern gespeichert. Findet die Finanzierung eines Klimaschutzprojektes über ClimatePartner statt, sammelt ClimatePartner die verifizierten Emissionsreduktionen in einem durch den TÜV Austria geprüften System und legt sie regelmäßig still. So wird sichergestellt, dass jede verifizierte Emissionsreduktion nur einmal verwendet wird. Ein Verkauf danach ist nicht mehr möglich und eine Doppelzählung ist damit ausgeschlossen.
Entdecken Sie noch mehr Klimaschutzprojekte
Pflanzenkohle für mehr Klimaschutz, gesunde Böden und bessere Ernten

Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement

Ausbau erneuerbarer Energie in Asien

Wasserfilter aus Keramik sparen CO2 und verbessern die Gesundheit

Effiziente Kochöfen weltweit - für bessere Gesundheit und saubere Luft

Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement

Der Ausbau erneuerbarer Energie in Afrika

Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement

Regenerierte Ökosysteme binden CO2

Vom geschädigten Ackerland zum gesunden Ökosystem

Effiziente Kochöfen - besser für das Klima und die Gesundheit











