Erdgas statt emissionsintensiver Kohlekraftwerke
Erdgaskraftwerke sind wesentlich emissionsärmer, aber dafür auch viel preisintensiver als Kohlekraftwerke. Dank dieses Klimaschutzprojekts konnte sich der Projektbetreiber gegen ein klimaschädliches Kohlekraftwerk entscheiden und ein neues Erdgaskraftwerk ins Leben rufen. Dieses generiert auf effiziente Art und Weise Energie, die in das Stromnetz von Singapur eingespeist wird. Damit werden nicht nur CO2-Emissionen eingespart und der Anteil fossiler Energie im Netz reduziert. Auch Feinstaub wird verringert und dadurch die Luftqualität weniger beeinträchtigt.
Dadurch und durch neu geschaffene Arbeitsplätze fördert das Projekt die nachhaltige Entwicklung in Singapur.
Projektaktivitäten, die die Energieerzeugung aus Erdgas fördern, tragen dazu bei, die anthropogenen Treibhausgasemissionen in der Atmosphäre zu reduzieren. Dies geschieht indem sie Energie, die aus fossilen Energieträgern generiert wird, ersetzen. Die nationalen oder regionalen Stromnetze in den Projektgebieten werden hauptsächlich von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen gespeist.
Ohne die Projektaktivitäten wäre die gleiche Menge an Strom beispielsweise durch Kohlekraftwerke erzeugt worden, die an das jeweilige Stromnetz angeschlossen sind. Die Erdgas-Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards
Vier Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte
Lebenszyklus eines Klimaschutzprojekts
Ein Klimaschutzprojekt hat einen definierten Lebenszyklus und durchläuft verschiedene Stationen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen.Der bzw. die Projektentwickler:in überprüft die generelle Machbarkeit des Projekts, das Projekt-Design und die Finanzierung. Anschließend wird das sogenannte Project Design Document (PDD) erstellt, das alle grundsätzlichen Informationen zum Projekt, beispielsweise das Projektziel, den Standort, wann das Projekt implementiert werden soll und die Projektlaufzeit enthält.
Im nächsten Schritt überprüfen unabhängige Auditoren das PDD und die darin enthaltenen Informationen. Dazu gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen. TÜV Nord/Süd, S&A Carbon LLC., und SCS Global Services sind Beispiele für VVBs.
Nach der erfolgreichen Validierung kann das Projekt beim Standard, wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard, registriert werden. Alle qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekte beruhen auf internationalen Standards. Sie bilden den Rahmen für das Projekt-Design, den Projektaufbau, die Berechnung der Emissionen und das Monitoring. Anerkannte Standards machen Markt und die Projekte selbst widerstandsfähig, nachvollziehbar und glaubwürdig.
Nachdem das Projekt registriert wurde, beginnt die erste Monitoring-Phase. Hier überwachen und dokumentieren die Projektentwickler die Daten der Projektaktivitäten und des Projektfortschritts. Die Dauer der Monitoring-Phase ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich, sie kann zwei Jahre umfassen, aber auch eine Dokumentation über fünf oder sieben Jahre sind möglich.
Nach Abschluss jeder Monitoring-Phase überprüft und beurteilt eine Validierungs- und Verifizierungsstelle, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.
Die in der Verifizierung überprüften Emissionsreduktionen können nach der erfolgreichen Verifizierung ex-post als verifizierte Emissionsreduktionen ausgegeben werden. Die Schritte Monitoring, Verifizierung und Ausgabe von verifizierten Emissionsreduktionen wiederholen sich in periodischen Abständen und sind als Kreislauf zu betrachten.
Wenn eine verifizierte Emissionsreduktion verwendet wird, muss sie stillgelegt werden. Dieser Vorgang wird ebenfalls in Registern gespeichert. Findet die Finanzierung eines Klimaschutzprojektes über ClimatePartner statt, sammelt ClimatePartner die verifizierten Emissionsreduktionen in einem durch den TÜV Austria geprüften System und legt sie regelmäßig still. So wird sichergestellt, dass jede verifizierte Emissionsreduktion nur einmal verwendet wird. Ein Verkauf danach ist nicht mehr möglich und eine Doppelzählung ist damit ausgeschlossen.
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