Regenwald schützen und Perspektiven schaffen
Der Amazonas gehört zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern der Erde. Gleichzeitig zählt er zu den Regionen mit der weltweit höchsten Entwaldungsrate. Laut Weltbank gehen in Brasilien jährlich mehrere hunderttausend Hektar Wald durch illegale Abholzung, landwirtschaftliche Expansion, Viehhaltung und Brandrodung verloren. Das setzt große Mengen CO₂ frei, beschleunigt den Klimawandel und schädigt Ökosysteme.
Dieses Waldschutzprojekt ist in drei Projekte unterteilt und liegt in den Regionen Porto Velho und Lábrea im Westen Brasiliens. Insgesamt schützt das Projekt 55.274 Hektar Regenwald vor Abholzung. Patrouillen kontrollieren die Flächen regelmäßig. Ergänzend kommt satellitengestütztes Monitoring zum Einsatz, um Veränderungen der Waldfläche frühzeitig zu erkennen. Rechtsgültige Verträge mit den Landbesitzern verpflichten zur Erhaltung des Waldes für einen Zeitraum von 100 Jahren. Damit ist der Schutz der Flächen rechtlich abgesichert.
Der Erhalt des Waldes stabilisiert lokale Ökosysteme, sichert die Wasserverfügbarkeit, trägt zur Regulierung regionaler Niederschlagsmuster bei und bewahrt Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Einnahmen aus dem Projekt fließen in Maßnahmen vor Ort. Dazu zählen unter anderem das Anlegen eines Schulgartens, die Installation einer Satelliten-Internetverbindung, die Erneuerung der Stromversorgung, Spenden für das Karate-Trainingszentrum, Kastration freilaufender Hunde und Katzen sowie Weiterbildungen für die lokale Bevölkerung und Mitarbeitende. Lokale Gemeinden dürfen den Wald zur Gewinnung von Nicht-Holz-Produkten nutzen und tragen durch ihre Präsenz zusätzlich zum Schutz des Waldes bei.

Wälder zählen zu den wichtigsten CO2-Speichern des Planeten, beherbergen eine enorme Artenvielfalt und sind Lebensgrundlage für alle Menschen. Die globalen Waldflächen sind jedoch in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurückgegangen.
Waldschutzprojekte stellen sicher, dass Wälder langfristig erhalten bleiben und dass der Schutz des Waldes einen höheren Wert erfährt als seine Abholzung. Projektbeteiligte schützen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung das Gebiet vor negativen Einflüssen. Dazu schaffen die Projekte alternative Einkommensquellen und Bildungsangebote. Je nach Projektregion speichern Wälder unterschiedlich viel CO2 pro Hektar. Besonders viel Kohlenstoff ist in der Vegetation und dem Boden von tropischen Sumpfwäldern, Primärregenwäldern oder Mangroven gespeichert. Die Waldschutz-Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards registriert.
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