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Effiziente Kochöfen senken den Holzkohleverbrauch in Kenia


Kenia, Landesweit
ClimatePartner ID: 1749
* The image shown is for illustrative purposes only and is not from the actual project..
Effiziente KochöfenEinblicke ins Projekt

Viele Haushalte Kenias kochen täglich mit Holzkohle. Traditionelle Holzkohleöfen nutzen jedoch nur einen begrenzten Teil der eingesetzten Energie. Dadurch benötigen die Haushalte vergleichsweise viel Brennstoff. Das belastet das Haushaltsbudget und die Umwelt.

Das Kochofenprojekt verbessert diese Situation, indem es Haushalten in städtischen Gebieten Kenias effiziente Holzkohleöfen zu vergünstigten Preisen verkauft. Die Öfen übertragen die Wärme besser als traditionelle Modelle. Für die Zubereitung derselben Mahlzeiten wird dadurch weniger Holzkohle benötigt.
Der geringere Brennstoffbedarf wirkt sich direkt auf den Alltag der Haushalte aus. Im Monitoringzeitraum vom 2. März 2024 bis zum 5. Mai 2025 sparten die teilnehmenden Haushalte im Durchschnitt 36 Prozent ihrer Ausgaben für Holzkohle. Frauen berichteten zudem von einer durchschnittlichen Zeitersparnis beim Kochen von 46 Minuten pro Tag. Gleichzeitig nahmen 99,43 Prozent der befragten Haushalte eine bessere Luftqualität beim Kochen wahr.

Die Klimawirkung entsteht durch den geringeren Holzkohleverbrauch. Weil die effizienten Öfen weniger Brennstoff benötigen, wird weniger nicht erneuerbare Biomasse verbraucht. Dadurch sinken die mit dem Kochen verbundenen Emissionen. Im Durchschnitt werden durch das Projekt schätzungsweise rund 133.782 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden.
Neben der Klimawirkung unterstützt das Projekt lokale Beschäftigung und Weiterbildung. Mitarbeitende werden unter anderem für die Umsetzung und Begleitung des Projekts geschult.

Wie funktioniert Klimaschutz mit effizienten Kochöfen?

Rund ein Drittel der Weltbevölkerung ist auf unsichere und umweltschädliche Kochmethoden angewiesen (WHO, 2024). Dazu gehören zum Beispiel das Kochen über offenem Feuer oder die Verwendung umweltschädlicher Brennstoffe wie Kohle oder Kerosin. Verbesserte Kochöfen schaffen hier Abhilfe, indem sie die Wärmeenergie effizienter nutzen.

Je nach Modell können sie den Brennstoffverbrauch um bis zu 70 Prozent reduzieren, wodurch hohe Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden und auch der Druck auf die lokalen Wälder kann verringert werden, da weniger Feuerholz gesammelt werden muss.

Diese Klimaschutzprojekte ermöglichen die Verteilung der Öfen aus Metall oder Ton an Haushalte, kleine Unternehmen oder Gemeinschaftseinrichtungen. Der Mehrwert geht dabei über die CO2-Reduktion hinaus: Durch die bessere Luftqualität in den Räumen werden Atemwegserkrankungen verringert und Familien können Zeit und Geld sparen, da sie weniger Brennmaterial benötigen. Die Kochöfen-Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards registriert.

* The image shown is for illustrative purposes only and is not from the actual project..

Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.

Keine Armut
Gesundheit und Wohlergehen
Hochwertige Bildung
Geschlechtergleichheit
Bezahlbare und Saubere Energie
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Maßnahmen zum Klimaschutz
Leben an Land
Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.
Projektfakten

Klimaschutzprojekte lassen sich in drei Gruppen einteilen: CO2-Reduktion, CO2-Bindung und CO2-Vermeidung. Projekte zur CO2-Reduktion verringern die Menge an Treibhausgasemissionen, die durch eine bestimmte Aktivität entstehen. Ein Beispiel hierfür sind effiziente Kochöfen-Projekte. Projekte zur CO2-Bindung entfernen Emissionen aus der Atmosphäre, indem sie diese in Kohlenstoffsenken binden. Ein Beispiel hierfür sind Aufforstungsprojekte. Projekte zur CO2-Vermeidung verhindern, dass Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen, zum Beispiel durch den Schutz der Wälder vor Abholzung (REDD+ Projekte).

Grundlage aller Klimaschutzprojekte sind internationale Standards. Diese Standards legen Regeln und Anforderungen fest, die alle Klimaschutzprojekte erfüllen müssen, um die Reduktion von CO2-Emissionen nachzuweisen und selbige anerkannt zu bekommen.

Klimaschutzprojekte reduzieren oder vermeiden nachweislich Treibhausgasemissionen. Das gelingt mit verschiedenen Technologien: Sie reichen von naturbasierten Lösungen über Social-Impact-Projekte bis hin zu erneuerbaren Energien.

Klimaschutzprojekte durchlaufen eine Validierung und Überprüfung durch Dritte. Die Verifizierung erfolgt regelmäßig nach jeder Monitoringperiode. Eine Validierungs- und Verifizierungsstelle beurteilt, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind und verifiziert diese. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.

Klimaschutzprojekte durchlaufen eine Validierung und Verifizierung durch unabhängige Dritte. Die Validierung erfolgt zu einem frühen Zeitpunkt im Projektlebenszyklus und stellt sicher, dass der Projektentwurf mit den aktuellen Verfahren und Anforderungen übereinstimmt. Zur Validierung gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen.

Diese Zahl zeigt die voraussichtlichen jährlichen Emissionsreduktionen, die vor Projektbeginn berechnet wurden. Die tatsächliche Zahl der eingesparten Emissionen in den einzelnen Monitoringperioden kann davon abweichen. Zum Hintergrund: Um ein Klimaschutzprojekt zu registrieren, muss der Projektbetreiber die Berechnung der voraussichtlichen Emissionsreduktionen nach der Ex-ante-Methode in einem Projektplanungsdokument (PDD) vorlegen, das einem Geschäftsplan ähnelt. Diese Berechnung wird von einem unabhängigen Auditor validiert. Die im PDD ermittelten Werte werden während regelmäßiger Monitoringperioden auf der Grundlage der tatsächlichen Projektentwicklungen neu berechnet, in einem Monitoringbericht dokumentiert und am Ende des Monitoringzeitraums erneut von unabhängigen Prüfern verifiziert. So wird ein solides Verfahren gewährleistet. Die unabhängige Verifizierung bietet somit eine Ex-post-Überprüfung der tatsächlichen Emissionsreduktionen. Die verifizierten Emissionsreduktionen werden erst dann ausgegeben, wenn die Einsparungen tatsächlich erzielt worden sind.
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