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Schutz der Küsten in Kenia durch Wiederaufforstung von Mangroven


Kenia, Mombasa
ClimatePartner ID: ENV0004
MangrovenrestaurierungEinblicke ins Projekt

Mangrovenwälder spielen weltweit eine wichtige Rolle beim Schutz der Küsten und bieten den Küstengemeinden äußerst wertvolle Ökosystemleistungen. Zu den Vorteilen zählen die Minderung der Auswirkungen von Wellen und Sturmfluten, die Verbesserung der Wasserqualität, die Verringerung der Bodenerosion, die Bereitstellung von Aufzuchtgebieten für eine Vielzahl von Land- und Wasserlebewesen sowie die Förderung des Küstentourismus.

Einst erstreckten sich Mangroven über 1.641 Hektar des Tudor Creek in Kenia, doch heute sind aufgrund anthropogener Bedrohungen durch Urbanisierung und die Nachfrage nach Brennholz nur noch wenige hundert Hektar übrig.

Im Rahmen dieses Projekts wurden gemeinsam mit unseren lokalen Partnern Brain Youth Group und Amani Jipange Mangroven-Setzlinge gepflanzt, um die geschädigten Mangrovenwälder des Tudor Creek wiederherzustellen. Diese Gruppen werden zudem von den im Rahmen des Projekts angebotenen sozioökonomischen Programmen profitieren.

Wie funktioniert Klimaschutz mit Mangrovenrestaurierung?

Mangrovenbäume sind bedeutende CO2-Speicher, denn sie entziehen mehr Treibhausgase aus der Atmosphäre als terrestrische Wälder. Ihr besonderes Wurzelwerk, welches halberdige und halbmarine Bestandteile hat, sammelt über die Jahre Biomasse aus organischen Stoffen, wie zum Beispiel abgestorbene Blätter und Äste und bindet CO2-Emissionen aus der Atmosphäre. Durch dieses besondere Wurzelwerk wird weit mehr CO2 gebunden, als durch andere Baumarten.

Weltweit wurden Mangrovenwälder für Landwirtschaft oder Aquakultur vernichtet oder als Bau- und Brennholz gerodet. Durch die Beschädigung dieser enormen CO2-Speicher werden große Mengen an CO2 wieder in der Atmosphäre freigesetzt. Um dies zu vermeiden schützen Mangrovenrestaurierungsprojekte Mangrovenwälder und erhalten Küstenlebensräume für eine Vielzahl von Tierarten - sowohl im Wasser als auch an Land. Die dichten Wurzeln der Mangroven dienen außerdem als natürlicher Schutz vor Erosion, Überschwemmungen und Stürmen in Küstenregionen.

Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.

Keine Armut
Geschlechtergleichheit
Maßnahmen zum Klimaschutz
Leben an Land
Das Projekt hat zum Ziel, einen Beitrag zu diesen Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) zu leisten.
Projektfakten

Klimaschutzprojekte lassen sich in drei Gruppen einteilen: CO2-Reduktion, CO2-Bindung und CO2-Vermeidung. Projekte zur CO2-Reduktion verringern die Menge an Treibhausgasemissionen, die durch eine bestimmte Aktivität entstehen. Ein Beispiel hierfür sind effiziente Kochöfen-Projekte. Projekte zur CO2-Bindung entfernen Emissionen aus der Atmosphäre, indem sie diese in Kohlenstoffsenken binden. Ein Beispiel hierfür sind Aufforstungsprojekte. Projekte zur CO2-Vermeidung verhindern, dass Treibhausgasemissionen in die Atmosphäre gelangen, zum Beispiel durch den Schutz der Wälder vor Abholzung (REDD+ Projekte).

Klimaschutzprojekte reduzieren oder vermeiden nachweislich Treibhausgasemissionen. Das gelingt mit verschiedenen Technologien: Sie reichen von naturbasierten Lösungen über Social-Impact-Projekte bis hin zu erneuerbaren Energien.
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