Klimaschutz-Portfolio „One Africa“: Wirkung für Klima und Menschen
Für Millionen Menschen in Afrika gehören lange Wege zur Wasserquelle oder das tägliche Kochen über offenem Feuer zum Alltag. Beides kostet Zeit, belastet die Gesundheit und trägt zu Treibhausgasemissionen bei. Gleichzeitig sind viele Regionen des Kontinents besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.
Das One Africa Portfolio vereint fünf Klimaschutzprojekte, die genau hier ansetzen. Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser und effizienten Kochtechnologien leisten sie einen Beitrag zum Klimaschutz und verbessern gleichzeitig die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort.
Die Projekte fördern den Zugang zu sauberem Trinkwasser, reduzieren gesundheitsschädliche Luftverschmutzung in Innenräumen und ermöglichen effizientere Kochmethoden. Dadurch profitieren insbesondere Haushalte in ländlichen und einkommensschwächeren Regionen. Gleichzeitig werden natürliche Ressourcen geschont und Emissionen reduziert.
Das Portfolio umfasst folgende Klimaschutzprojekte:
Die fünf Projekte ergänzen sich in ihrer Wirkung. Drei Kochöfen-Projekte und zwei Trinkwasser-Projekte verteilen die Investition auf unterschiedliche Länder, Regionen und Projektansätze. Diese Diversifizierung ermöglicht so einen breiten Beitrag zu Klimaschutz.
Neben dem Klimaschutz tragen die Projekte zu mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) bei. Dazu gehören die Bekämpfung von Armut, die Förderung von Gesundheit, Geschlechtergleichheit und sauberem Wasser sowie die Schaffung wirtschaftlicher Perspektiven vor Ort.
Alle Projekte im One Africa Portfolio sind beim Gold Standard registriert und durchlaufen zusätzlich den ClimatePartner Due-Diligence-Prozess.


Wie funktioniert Klimaschutz mit effizienten Kochöfen und sauberem Trinkwasser?
Nach Angaben von UNICEF verfügen weltweit 2,2 Milliarden Menschen nicht über verlässlich verfügbares und sicheres Trinkwasser. Zudem kochen laut WHO rund 2,1 Milliarden Menschen mit offenen Feuern oder anderen gesundheitsschädlichen Kochmethoden. Beides beeinträchtigt die Gesundheit, belastet natürliche Ressourcen und verursacht Treibhausgasemissionen. Diese Auswirkungen sind besonders in vielen Ländern Afrikas spürbar.
Effiziente Kochöfen
Viele Haushalte kochen noch immer über offenen Feuern oder mit einfachen Herdsystemen. Diese verbrauchen große Mengen Brennmaterial und führen häufig zu gesundheitsschädlicher Luftverschmutzung in Innenräumen.
Effiziente Kochöfen nutzen Brennstoffe deutlich sparsamer und reduzieren Rauch und Treibhausgasemissionen. Familien benötigen weniger Feuerholz oder Holzkohle, sparen Zeit und Geld und profitieren von einer besseren Luftqualität. Gleichzeitig werden lokale Wälder entlastet, da weniger Brennmaterial benötigt wird.
Sauberes Trinkwasser
Sauberes Trinkwasser ist für Millionen Menschen in Afrika nicht selbstverständlich. Häufig muss Wasser vor dem Trinken abgekocht werden, was Brennholz erfordert und zusätzliche Emissionen verursacht.
Die Trinkwasserprojekte im Portfolio stellen den Zugang zu sauberem Wasser durch die Reparatur und Instandhaltung von Brunnen sicher. Die Menschen erhalten dadurch eine verlässliche Wasserversorgung, ohne Wasser auf offenen Feuern abkochen zu müssen. Das verbessert die Gesundheit, spart Zeit im Alltag und reduziert den Verbrauch von Brennholz.
Gemeinsam zeigen die Projekte, wie Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung Hand in Hand gehen können: Emissionen werden reduziert und gleichzeitig die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert.
Die Projekte im ClimatePartner-Portfolio sind bei internationalen Standards registriert.
Vier Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte
Lebenszyklus eines Klimaschutzprojekts
Ein Klimaschutzprojekt hat einen definierten Lebenszyklus und durchläuft verschiedene Stationen von der Machbarkeitsprüfung bis hin zur Stilllegung der verifizierten Emissionsreduktionen.Der bzw. die Projektentwickler:in überprüft die generelle Machbarkeit des Projekts, das Projekt-Design und die Finanzierung. Anschließend wird das sogenannte Project Design Document (PDD) erstellt, das alle grundsätzlichen Informationen zum Projekt, beispielsweise das Projektziel, den Standort, wann das Projekt implementiert werden soll und die Projektlaufzeit enthält.
Im nächsten Schritt überprüfen unabhängige Auditoren das PDD und die darin enthaltenen Informationen. Dazu gehören oft auch Projektbesuche mit Interviews und Analysen vor Ort. Auditoren sind akkreditierte, neutrale Prüfer, die vom Register als Validierungs- und Verifizierungsstelle zugelassen sein müssen. TÜV Nord/Süd, S&A Carbon LLC., und SCS Global Services sind Beispiele für VVBs.
Nach der erfolgreichen Validierung kann das Projekt beim Standard, wie dem Verified Carbon Standard oder dem Gold Standard, registriert werden. Alle qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekte beruhen auf internationalen Standards. Sie bilden den Rahmen für das Projekt-Design, den Projektaufbau, die Berechnung der Emissionen und das Monitoring. Anerkannte Standards machen Markt und die Projekte selbst widerstandsfähig, nachvollziehbar und glaubwürdig.
Nachdem das Projekt registriert wurde, beginnt die erste Monitoring-Phase. Hier überwachen und dokumentieren die Projektentwickler die Daten der Projektaktivitäten und des Projektfortschritts. Die Dauer der Monitoring-Phase ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich, sie kann zwei Jahre umfassen, aber auch eine Dokumentation über fünf oder sieben Jahre sind möglich.
Nach Abschluss jeder Monitoring-Phase überprüft und beurteilt eine Validierungs- und Verifizierungsstelle, ob die im Monitoring-Bericht angegebenen Werte und Projektaktivitäten korrekt sind. Wie auch bei der Validierung sind Besuche im Projektgebiet oft Teil der Verifizierung.
Die in der Verifizierung überprüften Emissionsreduktionen können nach der erfolgreichen Verifizierung ex-post als verifizierte Emissionsreduktionen ausgegeben werden. Die Schritte Monitoring, Verifizierung und Ausgabe von verifizierten Emissionsreduktionen wiederholen sich in periodischen Abständen und sind als Kreislauf zu betrachten.
Wenn eine verifizierte Emissionsreduktion verwendet wird, muss sie stillgelegt werden. Dieser Vorgang wird ebenfalls in Registern gespeichert. Findet die Finanzierung eines Klimaschutzprojektes über ClimatePartner statt, sammelt ClimatePartner die verifizierten Emissionsreduktionen in einem durch den TÜV Austria geprüften System und legt sie regelmäßig still. So wird sichergestellt, dass jede verifizierte Emissionsreduktion nur einmal verwendet wird. Ein Verkauf danach ist nicht mehr möglich und eine Doppelzählung ist damit ausgeschlossen.
Entdecken Sie noch mehr Klimaschutzprojekte
Pflanzenkohle für mehr Klimaschutz, gesunde Böden und bessere Ernten

Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement

Ausbau erneuerbarer Energie in Asien

Wasserfilter aus Keramik sparen CO2 und verbessern die Gesundheit

Effiziente Kochöfen weltweit - für bessere Gesundheit und saubere Luft

Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement

Der Ausbau erneuerbarer Energie in Afrika

Zertifizierter Klimaschutz kombiniert mit zusätzlichem Engagement

Regenerierte Ökosysteme binden CO2

Vom geschädigten Ackerland zum gesunden Ökosystem

Effiziente Kochöfen - besser für das Klima und die Gesundheit
















